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Einleitung
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Der Harz ist wegen seiner überaus
beeindruckenden Natur schon immer Ziel von Reisenden gewesen. So besuchten auch
prominente Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe oder Hermann Löns die
Region und haben dann in ihren Werken die raue Schönheit der Harz-Landschaft
eindrücklich beschrieben. |
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Die Natur hat im Harz jedoch nicht nur Idylle
zu bieten, sondern auch reiche Bodenschätze in Form von Eisenerzen, Kalk- und
Hartgestein. Um diese Bodenschätze besser nutzen zu können, wurden im 19.
Jahrhundert Eisenbahnlinien in den gebirgigen Harz gebaut. Die Bahnlinien waren
Voraussetzung für einen wirtschaftlichen Aufschwung durch den Transport der
erwähnten Gütern und auch von Personen, die bis zum Ausbruch des Zweiten
Weltkrieges in großer Zahl Erholung im Harz suchten. |
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Als
es 1945 zur Teilung Deutschlands kam, wurde auch der Harzes in einen West- und einen
Ostteil getrennt. Die Transportwege wurden zerschnitten und vor allem im
Westharz wurden Bahnstrecken schrittweise stillgelegt. So wurde zuerst der Schmalspurbetrieb der ehemaligen
Südharz-Eisenbahn eingestellt. Mit dem wirtschaftlichen Niedergang des
Erzbergbaus rund um Clausthal-Zellerfeld starb auch die „große“ Eisenbahn, |
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beispielsweise
die Innerste-Tal-Bahn,
die
durch eines der schönsten Harzer Flusstäler führend von Langelsheim aus die Orte Lautenthal, Wildermann und
Clausthal-Zellerfeld erschlossen hatte. Übrig geblieben ist von dieser Bahn
immerhin ein Radwanderweg auf der ehemaligen Trasse.
Die Folge solcher Politik war, dass der Westharz durch autobahnähnliche Straßen
erschlossen und damit durch den Individual- und LKW-Verkehr über die Maßen
belastet wurde. |
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Radwanderweg auf der Trasse der Innerste-Tal-Bahn
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Erste Sonderzugfahrt auf der der
knapp 8 Kilometer lagen
Neubaustrecke entlang der Innerste-Talsperre am 17. Februar
1967. Zu diesem Zeitpunkt
sprach noch niemand davon, die Strecke stillzulegen. Im Gegenteil, es wurde
anschließend noch im Bereich Medingschacht / Gasthof Untere Innerste ein
weiterer Neubaustrecken-Abschnitt im Betrieb genommen (wenn auch bloß ein
paar Hundert Meter).
In den Jahren 68 bis 72 wurde noch durch den Einsatz diverser Triebwagen,
die man vorher nie im, sondern bestenfalls am Oberharz (VT 08, ETA
150) gesehen hatte, so etwas wie ein halbherziger Versuch gemacht, die
Fahrgastzahlen durch Attraktivitätssteigerung zu verbessern.
9 Jahre später wurde die Innerstetalbahn stillgelegt! |
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Abschied von der 93 526, letzter Einsatz
auf der Strecke vor einem Reisezug |
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Berichte über die letzte Fahrt am 15./16.
Oktober 1977, folgen sie den Links in den Bildern!
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Eine solche Entwicklung soll für den Ostharz
verhindert werden, wo derzeit noch die Voraussetzungen gegeben sind, mehr
Verkehr auf der Schiene abzuwickeln. Schon wird beispielsweise in Wernigerode
über den Bau einer Ortsumgehung für die B 244 durch Bau eines 80 Millionen Mark
teuren Straßentunnels durch den Burgberg nachgedacht. Die Fehler, die in der
alten Bundesrepublik bei der Verkehrsplanung gemacht wurden, können hier noch
vermieden werden. |
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Der Ostharz verträgt gewiss mehr Tourismus und
gleichzeitig eine intensive wirtschaftliche Nutzung, aber nur in einer Form, die
nicht zur Betonierung der Landschaft führt, sondern die Natur erhält.
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© Rainer Richter
Webmaster Harz-Bahnen.de 19.11.2001 |