Die Strecke Blankenburg (Harz) - Thale/Bodetal

Die Strecke von Blankenburg nach Thale/Bodetal ist Teil des ehemaligen HBE-Streckennetzes. Im Bereich von Thale/Nord teilte sich die Strecke in einen Ast nach Thale und einen Ast nach Quedlinburg. Dieser Teil der Strecke wurde im Volksmund "Quäcke" genannt. wer mehr hiervon wissen möchte folge bitte den Link Quäcke !

Strecke 182c

Im folgenden möchte ich Ihnen die bereits am 29.01.1999 stillgelegte Strecke nach Thale/Bodetal nahe bringen. Der letzte Zug ist am 22. Mai 1994 auf dieser Strecke gefahren.

 

Hier, kurz vor der Einfahrt des Bahnhof Blankenburg im Kilometer 17,1 der Strecke Halberstadt - Blankenburg verlässt die Strecke nach Thale-Bodetal die Trasse in einem weiten 90° Bogen.

Bahnübergang B6 in der Ortslage Blankenburg. Obwohl die Strecke erst offiziell zum 29.01.1999 stillgelegt worden ist, wurden bereits sehr viele Sicherungsanlagen zurückgebaut bzw. von Rowdys zerstört.

 

In diesem Schalthäuschen befinden sich keinerlei Anlagenteile mehr!

Die Eisenbahnstrecke führt durch eine idyllische  Landschaft, hier entlang der Teufelsmauer.

 

 

Blick von der ehemaligen Haltestelle "Helsunger Krug" in Richtung Blankenburg

Hier im km 4,6 befand sich einmal der Saison-Bedarfshaltepunkt "Helsunger Krug"

Der gleiche Haltepunkt während der Museumsfahrten im Jahr 1994.

Das Gleis ist stellenweise in einem erstaunlich gutem Zustand

An anderer Stelle allerdings liegt sogar ein Baum über dem Gleis.

Bergab in Richtung Blankenburg waren hier nur 10 km/h zugelassen

Streckenführung im Bereich des Hamburger Wappens

Insgesamt ist aber die Strecke ganz schön zugewachsen.

Am  Überweg der Landstraße vom Helsunger Krug kurz vor Timmenrode.

Bahnhof Timmenrode

Das Emfangsgebäude.

Der ehemalige Bahnsteig.

Parallel zur Straße von Blankenburg nach Thale führt hier die Strecke leicht bergauf Richtung Haltestelle Thale-Nord.

Anschluss Heizwerk

 

Hier am km 7,2 ist nun Schluss. Bis hierher sind von Thale aus "Hans Albrechts" ABM-Truppen mit dem Abbau gekommen.

 

Hier haben die Vandalen gehaust. In der ehemalig "wertvollen" Sicherungstechnik nisten heute Vögel.

 

Vom Anschlussgleis Heizwerk ist nur noch das Schotterbett und die Gleisfeldbeleuchtung über geblieben

Thale Nord

Am Eingang zur Stadt Thale befand sich einst die Haltestelle Thale Nord. Links ist noch gut die Bahnsteigkante zu erkennen. Als Betriebsstelle gab es hier eine Abzweigstelle mit Gleisdreieck, die Fahrten von Blankenburg nach Quedlinburg (über Warnstedt), von Thale nach Quedlinburg sowie von Blankenburg nach Thale erlaubten. Der Abschnitt Warnstedt nach Quedlinburg wurde bereits in den 60-er Jahren stillgelegt.

Einschnitt am Kirschberg

Ortslage Thale Brücke über die Straße zum Ortsteil Beneckenrode

Bahnhof Thale-Roßtrappe

Das Gelände des Werkbahnhofs Thale-Roßtrappe, links während des Museumsbetriebes im Jahr 1994, rechts heute - vereinsamt, verödet, verlassen - einfach trostlos, da hätte man auch einfach die Gleise liegen lassen können. Hier haben die Stadtväter von Thale geschlafen, und haben sich ein Kleinnot der Eisenbahnkunst wegnehmen lassen, welches sich unter den heutigen Gesichtspunkten mit relativ wenig Mitteln wieder in Betrieb genommen werden könnte.

Einfahrt in das Werk (EHW)

Über diese Brücke führten die Schienen direkt in das EHW (Eisenhüttenwerk)

Brücke um 1930

Links Gleis links der Bode Richtung Bahnhof Bodetal, rechts das ungenutzte Bahnhofsgelände. Links unten, auf dieser Straße befand sich das Gleisbett, rechts unten weit im Hintergrund das Bahnhofsgebäude des Bahnhofs Thale-BodetaL:

Bahnhof Thale-Bodetal

Bahnhof Thale Hbf

Hexentanzplatz

Oben:

Blick vom Hexentanzplatz links auf das Gelände des Bahnhof Thale-Bodetal, in der Bildmitte die große Freifläche ist das Gelände der ehemalige Hütte.

Daneben Blick auf die Talstation der Thalenser Schwebebahn.

 

Rechts:

Blick von der Sesselliftanlage zur Roßtrappe auf den Thalenser Hauptbahnhof.

 

Unten:

Bilder von der Schwebbahn.

Das Eisenhüttenwerk Thale (EHW)

Solche Dampf-Speicherloks erledigten im Werk den Rangierdienst.

Von dem stolzen Eisenhüttenwerk Thale ist bis auf ein paar Kleinbetriebe nur noch ein riesiger Parkplatz übrig geblieben. Das ist Sanierung nach "Wessie-Manier" durchgeführt vom einstigen niedersächsichen Ministerpräsidenten Ernst Albrecht.

Ernst Albrecht, wir Harzer danken dir dafür!

Das gesamte Werksgelände erworben für die symbolisch Mark, plattgemacht - Entschuldigung saniert -. Nun wachsen hier Wildblumen wo einst über 10.000 Menschen Beschäftigung fanden. Ebenso verschwunden die Zeugen der Eisenbahngeschichte - die Gleise der H.B.E., der Halberstadt-Blankenburger Eisenbahn!

250-Jahr-Feier der Thaler-Hütte im Jahre 1936

Bilder aus der Festschrift

Thale um die Jahrhundertwende (1900)

Thale 1936 zur 250 Jahr Feier

© Rainer Richter Webmaster Harz-Bahnen.de 19.11.2002